Ende September verliessen wir die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Ziel Oman – konkreter Salalah – ganz im Süden des Landes. Der Grenzübertritt nahm mehr Zeit in Anspruch als wir dachten. Einerseits war die Ausreise aus den VAE zeitaufwändig, da uns die bei der Einreise aufgetretenen Systemprobleme wieder einholten. Andererseits dauerte die Einreise in den Oman aufgrund der notwendigen Stempel im Carnet de Passage auch seine Zeit. Nach ein paar Stunden war schliesslich alles erledigt und unser Frosch rollte die ersten Kilometer auf Omans Strassen.
Während den Monaten Juni – September/Oktober ist in Salalah Monsunzeit – genannt Khareef. Während diesen wenigen Monaten transformiert sich die Wüste in sattes Grün und tausende Kamele geniessen das kühle Nass der Flüsse und die üppige Vegetation in dieser Gegend. Da wir dieses Phänomen miterleben wollten, nahmen wir die über 1000 Kilometer unter die Räder und waren nach zwei Tagen müde aber unfall- und pannenfrei im Süden angekommen. Wir genossen die teilweise kühlen Temperaturen sowie das weniger sonnige Wetter und – oh Wunder – erfreuten uns sogar am Nebel, den wir in den unweit von der Stadt gelegenen Shaat Wäldern vorfanden.
Der Süden bietet unendliche, unverbaute Weiten, wilde Strände, hohe Klippen und diverse Plantagen mit Bananen, Kokosnüssen usw. welche dann am Strassenrand verkauft werden.





Wir fuhren zunächst von der Stadt Salalah nach Westen Richtung Jemische Grenze und besuchten die Marneef Cave und das Blow Hole sowie die wunderschönen Strände des Mughsail Beach und des Fazayah Beach. Zu unserer Zeit war nicht wirklich Badewetter und so blieben unsere Füsse trotz der wunderbaren Strände trocken.




Unser westlichster Punkt im Oman waren die Shaat Wälder. Diese lagen in dickem Nebel und liessen den Blick vom Aussichtspunkt hinunter zum Meer kaum zu.


Wieder zurück in Salalah übernachteten wir direkt am Strand der Stadt. Dieser war stark frequentiert von Einheimischen, die nach Sonnenuntergang ihre gemeinsame Zeit bei einem Picknick am Strand genossen. Am Folgetag besuchten wir die nahegelegenen Wasserfälle und Wadis. Die Vegetation zu dieser Zeit war immer noch üppig, allerdings machten sich hie und da schon einige Verwelkungszeichen bemerkbar.




Die Wadis und Wasserfälle liegen alle nah beieinander, was uns ermöglichte, an einem Tag mehrere der Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Von einem Omani erfuhren wir allerdings, dass dies im August nicht möglich war, da er damals für eine zehnminütige Autofahrtstrecke, aufgrund der vielen Touristen, ganze zweieinhalb Stunden benötigte. Bevor wir das Wadi Darbat und dessen Wasserfall besuchten, machten wir einen Mittagsstopp bei einem lokalen Imbiss an der Strasse. Im Angebot war Kamelfleisch in verschiedenen Varianten sowie den traditionellen gelben Reis. Wir liessen uns auf das lokale Mittagessen ein und assen zum ersten Mal Kamelfleisch, das sehr gut schmeckte. Was uns einige Monate zuvor im Iran beim Anblick der Metzgervitrine noch irritierte, hatten wir nun auf unseren Tellern – und es sollte nicht das letzte Mal sein.
Gestärkt machten wir uns zu Fuss auf zum Wasserfall des Wadi Darbat. Ausgeschildert war kein offizieller Weg aber der Trampelpfad und leider auch diverser Müll leiteten uns in die richtige Richtung. Die unten aufgeführten Fotos – allesamt ohne Filter – zeigen die Schönheit der Natur, die wir nach einem Fussmarsch von rund einer Stunde vorfanden.


Im Wadi waren die Temperaturen sommerlich heiss, sodass wir uns für einen höhergelegenen Stellplatz entschieden und ihn beim Jebel Samhan fanden. Vorbei an Kamelherden, hinauf auf das Bergplateau, das einen wunderbaren Blick auf die Stadt Mirbat sowie die Südküste bot. Nach einer ruhigen Nacht begrüsste uns am nächsten Morgen ein tolles Nebel- und Wolkenpanorama – einfach einmalig!







Die Küstenstrasse von Salalah nach Muscat gilt als eine der schönsten der Welt. Entlang von schroffen Klippen, vorbei an wunderschönen Wadis und idyllischen Stränden und schliesslich begleitet von den Dünen der Wahiba Sands Wüste bietet die Küstenroute vielseitige Landschaften.





Während mehrerer Tage führte uns diese schöne Küstenstrasse Richtung Hauptstadt Muscat. In Muscat hatten wir das erste Wiedersehen mit unserem Omanischen Freund, den wir bei der Verschiffung vom Iran in die Vereinigten Arabischen Emirate kennenlernten. Wir genossen einen schönen Abend bei traditionellem Essen bevor wir am nächsten Morgen den ersten Familienbesuch am Flughafen abholen durften.


Nach einer wunderbaren Ferienwoche im Hotel war die schöne Zeit im Oman für die Familie von Manuela leider bereits vorbei aber für die Familie von Stefan stand sie noch bevor. So verabschiedeten wir am Nachmittag Manuelas Familie und begrüssten nach einer Nacht auf dem Flughafenparkplatz Stefans Familie frühmorgens nach ihrem Nachtflug.
Gemeinsam besuchten wir die Hauptstadt und dessen Attraktionen wie die Sultan Qaabos Moschee sowie den Souq in Matrah. Selbstverständlich durfte traditionelles Omanisches Essen, natürlich am Boden sitzend, nicht fehlen.








Unsere gemeinsame Rundreise führte nach dem Besuch der Hauptstadt zum höchsten Berg des Omans, dem Jebel Shams (Sonnenberg). Im Vergleich zu einer früheren Rundreise waren diverse Strassen besser ausgebaut. Wir waren aber über die 4×4 Fähigkeit unserer Fahrzeuge trotzdem froh.
Der Jebel Shams bietet eine tolle Aussicht in den Canyon. Wir unternahmen zudem eine kleine Wanderung, die uns über den Balcony Walk noch ein wenig tiefer hinunter in den Canyon führte. Dieser Balcony Walk ist ein einfacher Wanderweg entlang der einen Seite des Canyons.





Der grüne Berg, der Jebel Akhdar, ist nur mit 4×4 Fahrzeugen zugänglich. Die Strasse hinauf auf den Berg ist zwar optimal ausgebaut, aber die Wachen des Checkpoints lassen aufgrund der Steilheit der Strecke keine Fahrzeuge den Berg hinauffahren, die nicht Allradantrieb haben. Auf dem Jebel Akhdar blühen im Frühling Rosen, die dann zu Rosenwasser verarbeitet werden. Wir besuchten den Berg einerseits gemeinsam mit den Familienangehörigen und andererseits zwei Wochen später nochmals, als wir rund eine Woche lang unser Lager dort aufschlugen, die kühlen Temperaturen genossen und diverse Arbeiten am und um den Frosch erledigten.





Während unserer Zeit im Oman besuchten wir die Wahiba Sands Wüste ebenfalls zwei Mal. Nebst dem touristischen Besuch eines Camps, liessen wir uns das lokale Dünenracing an einem Freitag nicht entgehen. Private Amateurfahrer versuchten die Dünen zu erklimmen und verlangten ihren Fahrzeugen (Autos, Quads, Buggies) alles ab. Als ein Motor in Flammen aufging, waren sofort diverse Helfer vor Ort und versuchten den Schaden so weit wie möglich zu begrenzen. Nach dem actionreichen Abend waren wir eines der wenigen Fahrzeuge, die schliesslich in der Wüste übernachteten um dann am nächsten Tag einen Versuch der Durchquerung der Wahiba Sands zu machen. Von Norden nach Süden gibt es einen Track, dem man folgen kann. Auf diesem begegneten uns abwechslungsreise Landschaften – einmal fast grüne Flächen, dann wieder nur Sand. Diverse Dünenkämme mussten überquert werden. Als wir etwa in der Mitte der Strecke angekommen waren, war dann leider eine Düne zu hoch und zu weich für unseren Frosch und wir mussten unser Vorhaben, die Wahiba Wüste zu durchqueren, aufgeben.







Nur unweit der Touristencamps der Wahiba Sands Wüste liegt das idyllische Wadi Bani Khalid. Dieses Wadi eignet sich perfekt für ein Bad – selbstverständlich bei Einhaltung der lokalen Kleidungsregeln. Wir schwammen ins Wadi hinein und arbeiteten uns tiefer in das Tal vor. Eine wunderschöne Natur!



Wieder zurück an der Küste besuchten wir in Ras al Jinz das Schildkröten Reservat. Dieses Mal hatten wir Glück und sahen bei unserem Nachtbesuch mit dem Ranger Schildkröten, die am Strand ihre Eier ablegten sowie frisch geschlüpfte Babies, die ihren Weg ins Meer suchten. An diesem Ort legen Schildkrötenweibchen ganzjährig ihre Eier ab, die Hauptablagezeit ist allerdings zwischen Mai und September.



Nach unserem Besuch am östlichsten Punkt vom Oman, führte unsere Reise wieder nordwärts in Richtung Hauptstadt. Für den Besuch des Wadi Tiwi durften wir im Allradmietwagen von Stefans Familie zusteigen, da der Weg für unseren Frosch zu eng gewesen wäre. Die Fahrt in das höchstgelegene Dorf des Wadis war abenteuerlich und steil. Oben angekommen spielten einheimische Kinder barfuss auf den Strassen. Junge Männer zeigten uns wo wir parkieren können und boten schliesslich ihre Hilfe an, um uns mit ihren Ortskenntnissen hinunter zum Wasser zu führen. Es ging direkt durch ihre Gärten, vorbei an Zitronenbäumen, über steile Felsbrocken bis zum Wasser. Der Anblick war paradiesisch und wir genossen ein Bad im wunderbar klaren Wasser. Für den Rückweg empfohlen uns die Einheimischen eine andere Route. Nach einer kurzen Schwimmstrecke durch das natürliche Pool des Wadis, kletterten wir an einem Seil, das am Felsen montiert war, hinauf zum Weg. Unser nicht wasserfestes Gepäck wurde von den jungen Männern, die nur barfuss unterwegs waren, entlang der Felsen in mehreren Metern Höhe zum Ziel gebracht.




Unser nächster Halt war im Wadi Abriyyen. Dieses ist zwar nicht so spektakulär wie das Wadi Tiwi, bot aber ebenfalls tolle Natur und Ruhe.

Das Bimmah Sinkhole in der Nähe von Muscat hatten wir schon ein paar Mal besucht – waren aber bisher noch nie darin schwimmen. Die Temperaturen waren dieses Mal ideal und wir erfreuten uns über ein Bad im Salzwasser des Sinkholes zusammen mit vielen anderen Touristen. Das unten angefügte Foto haben wir zwei Wochen vor unserem Badespass im Sinkhole gemacht.

Nach einer zweiwöchigen gemeinsamen Rundreise mit wunderbaren Erlebnissen und schönen gemeinsamen Erinnerungen, stand schliesslich die Rückreise für Stefans Familie an. Bevor es allerdings an den Flughafen ging, genossen wir noch ein paar gemeinsame Badetage in einem schönen Hotel in Muscat.
Wir freuten uns sehr als wir die Einladung erhielten, unseren anderen Omanischen Freund, den wir ebenfalls bei der Überfahrt vom Iran in die VAE kennenlernten, in seinem Zuhause zu besuchen. Dieses lag nicht weit von Muscat entfernt und wir wurden herzlich Willkommen geheissen. Während Stefan mit anderen männlichen Gästen im Gasthaus der Männer Tee und Früchte genoss, durfte Manuela in das Wohnhaus und die weiblichen Familienangehörigen unseres Freundes kennenlernen. Im Gastzimmer der Frauen wurden ebenfalls Tee und Früchte gereicht und Manuelas Kenntnisse der Arabischen Sprache waren bei dieser Gelegenheit erneut von Vorteil, denn nicht alle Anwesenden sprachen Englisch. Nach dem Tee stand der Besuch der Dünen und anschliessend ein Nachtessen in der Wochenendresidenz auf dem Programm, bei dem noch weitere Freunde aus dem Oman sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeladen waren. Traditionellerweise nehmen bei solchen Anlässen ausschliesslich Männer teil und so kam es, dass Manuela als einzige Frau in einer zwanzigköpfigen Männerrunde einem tollen Abend mit feinem Essen und Omanischem Gesang beiwohnen durfte.

Am nächsten Tag verliessen wir die Wochenendresidenz und machten uns auf den Weg nach Sohar. In Sohar galt es unsere weiteren Reisepläne zu erstellen und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt einen Besuch abzustatten. Am bekannten Fischmarkt war reges Treiben und wir die einzigen Touristen. Im Oman erledigen meistens die Männer den Einkauf – dies war auch hier der Fall.







Von Rustaq her kommend, wurde uns die Bergstrasse auf den Jebel Akhdar empfohlen. Es sei eine ungeteerte Strasse, die aber durchaus mit unserem Expeditionsmobil bei trockenem und gutem Wetter machbar sei. Wir liessen uns auf das Vorhaben ein und begannen die ersten Kilometer der Strecke zu fahren. Der Pfad wurde schnell ziemlich eng und ein Passieren war nur mit höchster Konzentration und der Anweisung des Partners ausserhalb des Fahrzeuges möglich. Zentimeterarbeit war angesagt, die wir gut meisterten. Anschliessend führte uns die Route durch Täler mit Wiesen und Bäumen, auf staubigen Pfaden hinauf auf Berggipfel und auf Serpentinen langsam auf der anderen Seite in das nächste Wadi. Vorbei am Snake Canyon und auf sehr steilen Bergwegen schliesslich auf den Jabal Akhdar hinauf. Diese Strecke forderte sowohl uns Fahrern wie auch dem Frosch alles ab. Die Aussicht sowie das Erlebnis waren aber einmalig.




Unsere Reise führte uns anschliessend nach Bahla, einer Oasenstadt westlich von Nizwa. Die Festung von Bahla, die als erste Stätte des Omans in der UNESCO gelistet wurde (seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe), war bereits von Weitem sichtbar. Sie ist zusammen mit der gleichnamigen Stadt von einer 11 Kilometer langen Stadtmauer umgeben, um die sich diverse Mythen drehen, was auch der Grund ist, wieso Bahla die Stadt der Magie genannt wird.


Am Fusse der Hajar Berge liegt die Oase Al Hamra. Al Hamra ist eines der ältesten Dörfer im Oman, das aufgrund der mehrstöckigen Lehmhäuser und der grossflächigen Palmenhaine die Touristen fasziniert. In Al Hamra haben wir einige Zeit verbracht und diesen Ort auch als Ausgangspunkt genutzt, um beispielsweise mit dem Fahrrad in das Bergdorf Misfat al Abriyyin zu radeln oder Manuelas Geburtstag in einem schönen Hotel zu feiern.






Rund sieben Kilometer entfernt von Al Hamra liegt Misfat al Abriyyin. Dieses Dorf liegt am Hang auf rund 1000 Metern über Meer und es ist bekannt für seine Terrassen, auf denen verschiedene Früchte wie Bananen, Granatäpfel etc. angebaut werden. Die Einwohner nutzen das frische Quellwasser, das über die traditionellen Bewässerungskanäle, den Falajs, durch den Ort fliesst. Enge Gassen zieren das Ortsbild und Esel dienen als Transportmittel für Waren. Nebst hauptsächlich privaten Anwesen gibt es auch kleinere Hotels sowie Cafés.
Durch den Ort bewegten wir uns entlang der ausgeschilderten Pfade, die nicht selten aus den Falajs bestanden. Auf unserem Spaziergang durch das Dorf begegneten wir nebst den Transporteseln auch Fröschen und Libellen.






In der ganzen Region sind die traditionellen Wasserläufe – die Falaj – vorhanden. Sie versorgen seit über 2000 Jahren die weitläufigen Gebiete mit Frischwasser und treten an einigen Stellen an die Oberfläche. Der Falaj Daris der Region Nizwa wurde im Jahre 2006 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.


Nur wenige Autominuten von Falaj Daris entfernt liegt Tanuf. In diesem Ort gibt es nebst der alten Lehmstadt viel Landwirtschaft und es wird Mineralwasser abgefüllt und vertrieben. Vom Ort führt der Weg direkt in das Wadi und der Arch Tanuf, der besonders bei Abenteurern sehr beliebt ist, tritt hoch oben in Erscheinung.


Bereits einige Male hatten wir Nizwa besucht, aber noch nie an einem Freitag. Aufgrund unserer Bekanntschaften mit Einheimischen erhielten wir das Angebot, Nizwa zusammen mit einem Omanischen Freund, der in Nizwa aufgewachsen ist und lebt, die Stadt sowie den traditionellen Markt am Freitag zu besuchen. Bereits am Vorabend schlenderten wir zu Dritt durch die Stadt und entdeckten renovierte Quartiere mit tollen Restaurants, Cafés und Hotels. Diese waren eingebettet in die traditionelle Bauweise der Stadt und kombinierten Tradition und Moderne perfekt.
Um sechs Uhr in der Früh klopfte unser Freund an die Wohnmobiltür. Wir gingen gemeinsam zum Markt, auf dem bereits reges Treiben herrschte. Traditionell gekleidete Omanis feilschten um frisches Gemüse und an verschiedenen Orten in der Stadt wurden unterschiedliche Waren angeboten. Wir besuchten den Waffenmarkt bevor wir uns zum berühmten Viehmarkt begaben. Dieser startete um zirka acht Uhr und ein Marktschreier eröffnet die Auktion. Die Käufer sitzen oder stehen in einem Kreis, in dem die Anbieter mit ihren Tieren umhergehen und Angebote entgegennehmen. Nachdem wir das Treiben einige Zeit auf uns Wirken liessen, gingen wir zurück zum Waffenmarkt. Dort in der Nähe startete eine Tanz- und Gesangsaufführung, die in einem kurzen Umzug zur Festung von Nizwa endete. Nebst der Besichtigung der Festung gab es weitere Aufführungen der Gruppe und omanische Frauen bereiteten traditionelle Snacks zu, die wir sehr gerne kosteten.










Wir verliessen Nizwa mit dem Ziel das Jabrin Castle zu besuchen. Diese Festung diente bei ihrer Erbauung im Jahre 1680 nicht nur als Verteidigungsfestung sondern auch als Ort zum Leben und war während einiger Jahre auch Regierungssitz des Imam für die Region Rustaq. Die Festung wurde in den 80er Jahren saniert. Das mehrstöckige Gebäude zeigt eindrücklich verschiedene Lebens- wie auch Geschäftsräume. Es gibt ein Zimmer des Gerichts, ein Frauen- und ein Männergefängnis, Empfangsräume, Küche, Bad sowie diverse Ausstellungsobjekte des täglichen Gebrauchs zur damaligen Zeit. Interessant: Das Gerichtszimmer hat zwei Öffnungen – eine kleine und eine grosse Türe. Schuldig gesprochene Personen mussten das Gerichtszimmer durch den kleinen Ausgang verlassen – dieser ist weniger als einen Meter hoch. Besonders beeindruckend sind die aufwändigen Deckenmalereien und Stuckarbeiten, die sich in der Festung befinden.









Unsere letzte Nacht im Oman verbrachten wir zufälligerweise am gleichen Ort wie unsere erste Nacht im Oman vor rund zwei Monaten. Einer unserer omanischen Freunde lebt in Ibri und zeigte uns die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Auf dem Weg ins Wadi Damm besuchten wir die Bienenkorbgräber und genossen die Ruhe und ein gemeinsames Essen im Wadi Damm. Den Weg zur Staumauer begingen wir auf den Falajs.




Wir verlassen den Oman nach knapp zwei Monaten nur ungern. Oman ist unsere bisherige Lieblingsdestination. Bereits aus früheren Reisen hat uns das Land und die Leute begeistert und dies hat sich bei unserem jetzigen Aufenthalt nochmals verstärkt. Das Land ist ein absolutes Freistehparadies und die Bevölkerung höflich, freundlich, nett und die Privatsphäre respektierend. An touristischen Orten sieht man manchmal Schilder mit Informationen zum Verhalten und zu Kleidungsvorschriften. Darauf enthalten ist meistens auch die Info, dass man die Ruhe respektieren und einhalten soll. Ja, im Oman findet man Ruhe. Wir hatten aufgrund unserer Bekanntschaften mit Einheimischen das Glück, gewisse Ort mehrmals zu besuchen und Einblicke in die Lebensweise der Omanis zu erhalten. Es haben sich tolle Freundschaften entwickelt. Oman – wir kommen wieder!
Unsere Eindrücke: Viele Wassertransporte (blaue Lastwagen = Frischwasser, gelbe Lastwagen = Abwasser), vielseitiges Land, viele Touristen mit Privatguide unterwegs, Kamelfleisch schmeckt lecker und ist hochwertiges Fleisch, viele Radarkästen, viele Strassenbumps, gekühltes Wasser auch an sehr abgelegenen Stellen.

Unsere Route im Oman

Unsere bisherige Reiseroute
