Istrien – Zagreb – Mittleres Kroatien

Da wir schon im 2017 Istrien bereist hatten, wollten wir dieses Mal andere Orte besuchen. So entschieden wir uns für einen Campingplatz im Landesinneren bei Selina. In Mitten von Weinreben, Olivenbäumen und Bio-Landwirtschaft haben wir zwei Nächte verbracht. Dies bot uns auch die Gelegenheit die Umgebung per Bike zu erkunden. Unsere Rundtour auf gut markierten Velorouten führte uns über Felder, durch Wälder, zu den Dvigrad Ruinen, in Täler und an den Limski-Kanal – einem Meeresarm mit Austernzucht.

Limski-Kanal

Unsere nächsten Ziele lagen weiter südlich in der Nähe von Pula – der Verudela Canyon sowie das Naturschutzgebiet Kamenjak. An diesen beiden Orten zeigte sich die Schönheit der Adriaküste Kroatiens vollumfänglich. Felsige Küste, kristallblaues Meer begleitet von Pinienwäldern – einfach wunderbar.

In der aktuellen Jahreszeit findet man praktisch keine Touristen in Istrien. Aufgrund des stark saisonal geprägten Tourismusgeschäfts sind auch die meisten Hotels, Restaurants sowie Campingplätze in den Touristenorten geschlossen. Unser Glück – bisher hatten wir keine Probleme wenn wir frei gestanden sind mit dem Frosch. Petrus war uns gnädig und wir hatten Wetterglück in Istrien. Die Temperaturen lagen am Nachmittag jeweils bei angenehmen 12 Grad.

Einige unserer Eindrücke bisher: Einheimische sind Hundeliebhaber, sportlich und aktiv, Olivenbäume wo immer Platz ist, fast keine öffentlichen Toiletten, Trüffel geht immer.

Die nächste Reiseetappe führte uns ins Landesinnere nach Zagreb und auch gleich zurück in den Winter. Die Landschaft war mit einer feinen Schneeschicht belegt und die Temperaturen gingen nur knapp über Null. Der Campingplatz in Zagreb bot uns den idealen Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden.

Zagreb ist eine schöne, ruhige und überschaubare Stadt mit diversen schmucken Quartieren und eindrücklichen Gebäuden. Im „Wohnzimmer der Einwohner von Zagreb“ sind die Strassencafés auch im Januar offen und besucht. An vielen Ecken spielen Musiker ihre Gitarre und der Blumen- sowie Gemüse- und Früchtemarkt ist gut frequentiert.

Weiter ging es im Zeichen der Geschichte Kroatiens. Auf der Fahrt zum „Monument of the Revolution of the people of Moslavia“ erhielt die Fahrerin vom Co-Piloten eine interessante Zusammenfassung der kroatischen Geschichte und deren Zusammenhänge. Das Monument befindet sich in einer ländlichen Gegend von Kroatien. Auffällig ist, dass viele der Wohnhäuser nur aus Backstein gebaut sind und keinen Verputz aufweisen. Vor Ort lernten wir einheimische Besucher aus Zagreb kennen, die ebenfalls zum ersten Mal dieses Denkmal besuchten. Anschliessend fuhren wir zur kroatisch-bosnischen Grenze nach Jasenovac. Dort besuchten wir das Jasenovac Memorial, welches an das Konzentrationslager Jasenovac erinnert. Dies war das grösste Konzentrationslager im Gebiet des Unabhängigen Staat Kroatiens, in dem während des Zweiten Weltkriegs Massenvernichtungen unter der Leitung der Ustascha vorgenommen wurden.

Unsere bisherige Reiseroute

6 Kommentare zu „Istrien – Zagreb – Mittleres Kroatien

  1. Keep on going froggies – immer wieder spannend, Eure Route zu verfolgen, danke für die schönen Beschreibungen. Wir werden am Freitag 28.1. beim 1. Weiterbildungstag für Dozierende an der TFBO in Thun an Dich denken Stef, und ja, natürlich auch an Dich Manuela. Gute Fahrt weiterhin, wir freuen uns neue Erlebnisse! Cheerio. Stefan

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  2. Mega schön und Interessant 🥰 freu mich so für euch zwei , 🥰geniesst es , freu mich jetzt schon auf euren nächsten Bericht von eurer Tour 🥰 passt auf euch auf😘😘 Mami Priska

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  3. Ist unheimlich spannend Euch beide zu verfolgen. Herzlichen Dank. Gibt es in Istrien einen Camping / Stellplatz den ihr empfehlen könnt? Beste Grüsse Dani

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