Albanien

Die ersten Kilometer in Albanien führten uns über den Landweg in die Stadt Shkodra. Etwas, was uns als Erstes aufgefallen ist, waren einerseits die grossen und imposanten Restaurants und Hotels, die wie Paläste am Strassenrand standen und wohl schon etliche grössere Familienfeste beherbergten. Andererseits waren es die vielen Velofahrer, die unterwegs waren. Auffallend war, dass vorwiegend auch ältere Leute sich mit dem Fahrrad fortbewegten. Die Fahrt zum Parkplatz beim Stadium in Shkodra erforderte die Aufmerksamkeit aller im Fahrerhaus. Velofahrer, Fussgänger, Töfffahrer, umgebaute Dreiräder, Autos – alles wild durcheinander und von allen Seiten. Die Stadt pulsierte – überall waren Marktstände aufgebaut. Dabei wurde alles in einen Marktstand umfunktioniert – sowohl das Trottoir als auch das zuvor geparkte Auto. Wir schlenderten durch die Fussgängerzone mit vielen Cafés und Restaurants und besuchten die zuvor notierten Sehenswürdigkeiten.

Albanien ist ein Bargeldland – der Geldwechsel von Schweizer Franken in Albanische Lek funktionierte ohne Probleme und schon bald hörten wir den Satz: „Sorry, only cash“. Diese drei Wörter begleiteten uns die ganze Zeit in Albanien. Wir genossen ein feines Mittagessen in Shkodra und entschieden uns, die Nacht wieder am Meer zu verbringen. Eine rund 30minütige Autofahrt später fanden wir einen schönen Platz direkt am Meer und konnten den Sonnenuntergang direkt vor unserem Frosch geniessen.

Übernachtungsplatz am Meer

Am nächsten Tag fuhren wir zum Kap Rodon um dieses zu umwandern. Gemäss unserem Reiseführer soll dies sowie auch die Anfahrt ein besonderes Highlight in Albanien sein. Weg von der Hauptstrasse ging es durch kleine Dörfer in Richtung Kap. Wir wollten noch Lebensmittel kaufen und hielten an einem kleinen Supermarkt an. Die erhofften Früchte und das Gemüse fanden wir dort leider nicht, denn es gab keine Frischwaren im Supermarkt. Diese kauft man auf dem Markt oder am Strassenrand bei den Händlern. Glücklicherweise gab es bei der Kasse noch frische Brötchen – sodass wir doch noch zu Brot kamen. Denn auch Brot kauft man in Albanien in der Furre Bucke (Bäckerei). Die Daseinsberechtigung des Bäckers, des Gemüse- und Früchtehändlers sowie des Metzgers wird hier noch grossgeschrieben. So geht man vor allem für Getränke, Teigwaren etc. in den Supermarkt. Weiter ging es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 10 bis 20 km/h. Die Bergstrasse zum Kap ging rauf und runter und nicht selten war der Asphalt durch Erdstrasse ersetzt und Schlaglöcher mussten – wenn immer möglich – umfahren werden.

Angekommen am Kap Rodon waren wir die einzigen Camper und hatten den gesamten Stellplatz für uns. Nach einer kleinen Stärkung im Frosch ging es zur Wanderung ums Kap. Ein schmaler Pfad führte uns an den Resten, der vom ehemaligen Sozialistenherrscher Enver Hoxah gebauten Bunker, vorbei. Wir trafen auf französische Touristen und hielten einen kurzen Schwatz – sie warnten uns, dass der weitere Weg einige ungesicherte Stellen habe, die zwar einen wunderbaren Blick auf die Küste boten aber bei denen man keinen Schritt zu viel machen sollte! Bald schon kamen die Ruinen der im Jahr 1467 zerstörten Festung des albanischen Fürsten Skanderbeg in Sichtweite. Das Ufer des Meeres rund ums Kap sowie auch der nahegelegene Badestrand beim Stellplatz waren übersäht von Plastik und Müll. Nachdenklich fragten wir uns, wie dies wohl vor einigen Jahrzehnten hier ausgesehen hat – als es noch keine Petflaschen etc. gab. Plastik war der Hauptanteil des Abfalls aber auch mehrere medizinische Spritzen. Das Thema Abfall wird uns leider auf der ganzen Albanienreise begleiten. Die Kirche St. Antonius beim Kap Rodon ist Ziel vieler Pilger. Hier wurde die älteste überlieferte Abbildung des Wappentiers von Albanien (Doppeladler) entdeckt.

Unser nächstes Ziel war die Stadt Durres. Durres ist die wichtigste Hafenstadt von Albanien. Unser Parkplatz sowie Nachtlager befand sich direkt auf dem grossen öffentlichen Parkplatz an der Promenade. Der modern gestaltete Quai lud zum Schlendern ein und wir genossen einen Kaffee, zum ersten Mal bei T-Shirt-Wetter. Im Café machten wir uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, bevor wir zum Rundgang aufbrachen. Die Hauptattraktion ist das grosse, römische Amphitheater. Schöne breite Alleen, flankiert von Palmen durchzogen das Stadtbild und erinnerten uns ein wenig an den Hollywoodboulevard in Las Vegas. Frisches Obst und Gemüse besorgten wir schliesslich an einem der unzähligen Marktstände. Die Nacht erwies sich als weniger ruhig als gedacht. Der grosse öffentliche Parkplatz ist Treffpunkt junger Männer um mit ihren Autos „zu posen“ und Donut-Runden zu drehen. Glücklicherweise war die Party kurz vor Mitternacht zu Ende und so kamen wir doch noch zu genügend Schlaf ;-).

Frühmorgens machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt Tirana. Wiederum steuerten wir einen öffentlichen Parkplatz an. Dieser war direkt am South Park gelegen, dem Naherholungsgebiet der Tiraner und bot uns einen idealen Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Bereits um 9 Uhr vormittags starteten wir mit unserer Tour und nach kurzem Weg durch den Park gelangten wir zum Mutter-Teresa-Platz und dem Politikinstitut der Universität. Im Zentrum von Tirana gibt es viele grosse, mehrspurige Alleen. Beeindruckt waren wir vom Skanderbeg-Platz, einem riesigen Platz mitten in der Stadt umgeben von der Oper, der Nationalbibliothek sowie dem Kulturzentrum. Die Stadt beheimatet diverse beeindruckende Bauten wie z.B. das Air Albania Stadium aber auch Moscheen und Kirchen zieren das Stadtbild. Als wir zum Frosch zurückgingen, staunten wir nicht schlecht. Der Park war voll mit Leuten und die Strasse zum Parkplatz sowie zum Park durch viele Autos verstopft. Wir machten Platz für neue Besucher und suchten unseren Weg zum Bunkart I Museum. Vorgewarnt von anderen Reisenden hinsichtlich des Gewusels im Stadtverkehr von Tirana und der engen Strassen mit tiefhängenden Leitungen, versuchten wir möglichst auf Umfahrungsstrassen zu bleiben. Dies gelang uns nicht immer aber wir kamen schliesslich ohne Probleme beim Museum an und hatten noch genügend Zeit für die Besichtigung. Der 1978 eröffnete Antinuklear Bunker des damaligen kommunistischen Regimes ist seit 2016 vollständig für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Bunker besteht aus fünf Etagen und über 100 Zimmern, inklusive einer Kongresshalle. Die akustischen und visuellen Effekte in den Gängen und Zimmern machen den Besuch dieses Museums sehr beklemmend.

Nach einer weiteren Nacht direkt am Strand fuhren wir weiter Richtung Süden und steuerten ein Weingut an, das Übernachtungen sowie lokale Speisen u.a. vom eigenen Garten anbot. Wir wurden herzlich vom Eigentümer wie auch von anderen Reisenden begrüsst und verbrachten einen gemütlichen Abend in einer tollen internationalen Runde begleitet von kulinarischen Leckereien aus Albanien.

Albanien verfügt über diverse Gebirgszüge, die sich von Nord nach Süd durch das Land ziehen. Diese Gebirgszüge auf denen in der aktuellen Jahreszeit noch reichlich Schnee liegt, müssen jeweils umfahren werden, da Verbindungsstrecken gänzlich fehlen oder aufgrund des Schnees nicht befahrbar sind. Aufgrund der Wetterprognose entschlossen wir uns, unsere Reise vorerst an der Küste, der Albanischen Riviera, fortzusetzen und später in das Landesinnere zu reisen. Auf dem Weg an die Küste bot uns der Besuch von Apollonia, einer Ausgrabungsstätte von griechischen Ruinen, ein eindrückliches Bild über das damalige städtische Zentrum.

Unser nächstes Nachtlager fanden wir an der Küste auf einer Landzunge und bot das, was man sich unter einem einsamen unberührten Strand vorstellt. Flamingos die sich im Wasser in der Nähe aufhielten flogen zudem von Zeit zu Zeit ihre Runden. Ein Traum!

Zvernec Beach

Blue eye oder Syri i Kalter – die wasserreichste Frischwasserquelle im Süden von Albanien wird momentan zu einer Touristenattraktion umgebaut. Bis heute ist unbekannt, aus welcher Tiefe das Wasser an die Oberfläche strömt. Tauchversuche mussten bei 50 Meter Tiefe abgebrochen werden. Das türkisblaue, klare Wasser strömt anschliessend an die Küste und dient als Wasserversorgung der angrenzenden Ortschaften sowie zur Energiegewinnung.

Blue Eye

Die Verbindungsstrasse über die erste Gebirgskette führte uns über Pässe mit gut ausgebauten Strassen. Unser Ziel war die UNESCO-Weltkulturerbe Stadt Gjirokastra. Gjirokastra ist eine der ältesten Städte Albaniens und wird auch die Stadt der tausend Stufen genannt. Die eindrückliche Burg der Stadt thront auf einem Felsen und bietet Weitsicht über das Flusstal des Drino und die imposanten Berge. In der Burg integriert ist ein Museum und auf der Aussenanlage findet sich eine Bühne sowie der Uhrenturm. Die Altstadt mit dem Bazar sowie den vielen albanischen Häusern (Restaurants, Hotels) im Stil der Balkanarchitektur ist eine weitere Sehenswürdigkeit und der Grund für den zweiten Übernamen der Stadt: Gjirokastra – Stadt der Steine. Der Chef des Restaurant Gjoca warb persönlich für seine hausgemachten und lokalen albanischen Speisen. Wir liessen uns auf das Abenteuer ein und genossen ein gutes albanisches Nachtessen: Gofte (albanische Fleischbällchen), Qifqui (gebratene Reisbällchen, ein Gericht aus Gjirokaster) sowie Djath (gebackener, gewürzter Käse mit Brot).

Anstatt auf der Schnellstrasse, wollten wir eine weitere Gebirgskette Richtung Landesinnere durchqueren und dann nach Norden in die Stadt der tausend Fenster, Berat, reisen. Die Strecke führte uns durch ein Flusstal – eine wunderschöne Fahrt. Trotz des befolgten Rates in Albanien immer mehrere Strassenkarten miteinander zu vergleichen um eine Route zu definieren, merkten wir plötzlich, dass die Routenführung nicht aufging. So fanden wir uns schliesslich im Gespräch mit Einheimischen wieder. Hilfsbereite und freundliche Albaner winkten unserem Vorhaben ab. Zurzeit sei die geplante Route nicht passierbar. So hiess es, zurück auf Start und dann doch auf der Schnellstrasse Richtung Norden. Wir staunten nicht schlecht, als wir auf der Überlandstrasse von Fier Richtung Elbasan an Ölbohrtürmen vorbeifuhren. Die Ölfördertürme waren zwar ein wenig in die Jahre gekommen, aber das schwarze Gold brachten auch sie zu Tage. Dass Albanien über Ölvorkommen verfügt, wussten wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Kurz vor der Dunkelheit erreichten wir die Burg von Berat und schliesslich unseren Schlafplatz für die Nacht. Die Burg ist bewohnt und beherbergt nebst Einheimischen auch Hotels, Restaurants etc. Auf unserer frühmorgendlichen Erkundungstour begegneten wir daher nicht Touristen sondern unter anderem einheimischen Schülern. Den Burghügel hinunter ging es in die Ortschaft für unsere weitere Erkundungstour. Vom zentralen Platz hat man eine wunderbare Sicht auf das Mangalem Quartier und auf die Stadt der tausend Fenster mit der Burg im Hintergrund. Seit 2008 ist die Altstadt von Berat in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen, dies aufgrund ihres Erhalts einer ottomanischen Stadt und der Koexistenz verschiedener Kulturen. Als wir durch die Geschäftsstrasse schlenderten, fiel uns reges Treiben bei einem Metzger auf. Die Leute rannten ihm sozusagen die Bude ein und wir stellten uns auch in die Warteschlange auf dem Trottoir. Im kleinen Verkaufsladen waren halbe Kühe aufgehängt und die Kunden kauften nicht nur ein Stück Fleisch oder ein paar Plätzli, sondern jeweils einen Plastiksack voll Fleisch – jeweils etwa 3 Kilogramm. Der Metzger sprach keine Fremdsprachen und so kam einmal mehr die „Hand und Zeichensprache“ zum Einsatz. Auf dem Bild in der Metzgerei zeigte Stefan, dass er ein Stückchen von der Kuh haben möchte und dank dem Taschenrechner auf dem Handy konnte er auch die Gewichtsangabe dem Metzger mitteilen. Dieser bereitete den Kundenwunsch freundlich und professionell direkt mit einem Beil zu. Die Einheimischen in der Warteschlange konnten kaum glauben, was dieser Schweizer da kaufte – denn es waren keine Kilogramms sondern nur Gramms :-).

Berat

Für die nächsten Tage war Regenwetter angekündigt und wir steuerten daher einen Campingplatz in Elbasan an um Diverses zu erledigen. Wir wurden herzlich auf Deutsch empfangen und fanden uns sogleich bei einem Willkommensdrink und einem Schwatz mit Albin dem Eigentümer ein. Wir erfuhren einiges über seine Pläne mit dem Camping, sein Angebot an Kfz-Reparaturen, die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation in Albanien und über seine Familie. Uns fielen auf den Fahrten durch Albanien viele Häuser auf, die jeweils ein Stockwerk fertiggebaut hatten und darin auch gewohnt wurde, aber bspw. sich das Obergeschoss noch nicht einmal im Bau befand. Albin erklärte uns, dass dies in Albanien oft damit zusammenhing, dass es zu Geldknappheit kommt während des Baus. Im Unterschied zu Nordmazedonien, wo der Hausbesitzer noch keine Steuern zahlen muss, solange sich noch kein Verputz auf dem Haus befindet. Wir fühlten uns sehr wohl bei Albin und verbrachten schliesslich drei Nächte bei ihm auf dem Camping. Dank seinen Reparaturkenntnissen sowie der Tatsache, dass in Albanien an jedem Tag gearbeitet wird, wurde am Sonntag auch noch unser Luftdruckanschluss am Frosch ersetzt.

Unsere Route führte uns schliesslich weiter ins Landesinnere an den Ohridsee und an die Nordmazedonische Grenze. Aufgrund der Ukrainekrise stiegen die Dieselpreise und wir planten den Frosch bei einem Kurzabstecher nach Nordmazedonien vollzutanken, da dort die Dieselpreise wesentlich tiefer lagen als in Albanien. So kamen wir schliesslich zum Abenteuer Diesel in Nordmazedonien. Rund 20 Minuten nach der Grenze erreichten wir die erste Ortschaft und steuerten eine Tankstelle an. Der Tankwart informierte uns freundlich, dass es heute in ganz Nordmazedonien keinen Diesel gab. Wir staunten nicht schlecht, liessen es uns aber nicht nehmen, eine weitere Tankstelle anzufahren. Dort bot sich das gleiche Bild – an jeder Zapfsäule war ein Zettel angebracht und uns wurde mitgeteilt, dass es heute keinen Diesel gäbe, da gerade die neuen Preise eruiert würden. Sobald um Mitternacht die Preise klar waren, könnten wir wieder tanken. Wir kamen mit einem ehemaligen Nordmazedonischen LKW-Fahrer ins Gespräch. Er erklärte uns die Situation und wollte uns helfen, bei den aktuell günstigen Konditionen tanken zu können. Hierfür tätigte er einige Anrufe. Er rief Stefan zu, dass er bei ihm ins Auto steigen soll, um gemeinsam weitere Abklärungen zu treffen. Das Bauchgefühl stimmte und so fuhren die beiden Männer davon und Manuela und der Frosch blieben an der Tankstelle zurück. Während der Wartephase schlich sich aber dann doch ein mulmiges Gefühl ein – dieses wurde aber durch die Rückkehr der beiden Männer nach rund 30 Minuten sofort wieder in Luft aufgelöst. Der freundliche Herr war mit Stefan diverse Tankstellen im Ort abgefahren auf der Suche nach Diesel. Dabei kamen sie noch in eine Polizeikontrolle, die zwar die fehlenden Gurten und das fehlende Tagfahrlicht bemängelten aber nichts weiter unternahmen. Der Hilfsbereitschaft dieses Mannes sei dank, erfuhren wir von Tankmöglichkeiten in der nächsten Ortschaft und bald schon tuckerte unser Frosch mit vollen Dieseltanks wieder dem albanischen Zoll entgegen und dann weiter dem Ohridsee entlang bis nach Pogradec.

Die Temperaturen in Pogradec waren um den Gefrierpunkt – entsprechend kurz fiel unsere Ortserkundung aus. Am nächsten Morgen schneite es leicht und die umliegenden Berge waren komplett in Schnee gehüllt. Wir fuhren weiter nach Korca. Die Stadt Korca katapultierte uns in eine orientalische Welt. Reger Betrieb herrschte in Korca auf der Geschäftsstrasse und dem Markt. Der arabische Einfluss war merklich stärker als bisher und der alte Bazar beherbergte viele kleine Restaurants. Wir gönnten uns einen kleinen Lunch und führten unsere Fahrt über den Qaf’e Qarrit Pass fort. Diese Fahrt sollte uns über die Gebirgskette wieder Richtung Küste bringen. Die Landschaft wurde karger und schon bald fanden wir uns in Starkschneefall und auf kleinen Bergsträsschen wieder. Nur langsam kamen wir voran und wie es in Albanien oft heisst: Erwarte immer das Unerwartete, stand nach einer Kurve eine komplette Ziegenherde auf der Strasse. Der Hirte versuchte sein Bestes die Tiere auf die Seite zu bewegen, sodass wir passieren konnten. Wir entschieden uns gegen eine Übernachtung in dieser abgeschiedenen Schneelandschaft und fuhren weiter.

Ohrid See

Natürliche Schwefelquellen in der Nähe boten uns die ideale Gelegenheit für die nächste Übernachtungsmöglichkeit. Bei Benje verbrachten wir eine ruhige Nacht bevor wir uns am nächsten Morgen ein Bad in der Schwefelquelle und den Infinitypools gönnten. Das Wasser war 22-28 Grad warm und im Vergleich zur Lufttemperatur sehr angenehm. Bei einem solchen Bad nach dem Frühstück geht es einem einfach gut. Am Nachmittag unternahmen wir eine Biketour zum Stausee in der Nähe und beschlossen nochmals eine Nacht an diesem tollen Ort zu verbringen.

Nach 16 Tagen Albanienrundreise verlassen wir dieses Land in Richtung Süden und freuen uns auf Erkundungen und neue Erlebnisse in Griechenland. Albanien hat uns sehr gut gefallen und positiv überrascht.

Unsere Eindrücke von Albanien: Das Land der Mercedes, Range Rover, Hirten und Bunker, Cash only, wenig bis keine Fremdsprachenkenntnisse der einheimischen Bevölkerung, grosse Investitionstätigkeit in Tourismusinfrastruktur an der Albanischen Riviera, Car Lavash (Autowäsche) an jeder Ecke, jeder Tag wird gearbeitet, umgebaute Dreirad-Töffs, Wasserversorgung mittels Kanistern auf den Dächern, nur halbfertige Häuser, viel Plastikabfall, Motto der Autofahrer: „Wer später bremst, ist länger schnell“.

Unsere bisherige Reiseroute

Unsere Reiseroute in Albanien

3 Kommentare zu „Albanien

  1. Liebe Manuela und lieber Stefan
    Das war wieder ein sehr schöner und informativer Bericht! Sollte eigentlich in der Zeitung erscheinen 😉
    Liebe Grüsse aus Leuzigen

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  2. Ja da hat Judith und Heinz recht 👍Mega schöner Bericht man fühlt sich gleich mitgenommen auf eurer Reise 🥰🥰obwohl wir vieles von euch Persönlich mitbekommen, ist es so spannend es zu lesen 😘😘weiterhin schöne Erlebnisse 😉😉

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