Der Grenzübertritt nach Griechenland erforderte ein wenig mehr Vorbereitung als bei den bisherigen Ländern, denn nebst den üblichen Impfnachweisen musste noch ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Auf der Einreiseseite war ebenfalls zu lesen, dass sporadische Covidtests an der Grenze vorgenommen werden können. So hatten auch wir nach wenigen Minuten ein Schnellteststäbchen in der Nase – glücklicherweise negativ und die Einreise wurde genehmigt. Der Norden Griechenlands ist sehr gebirgig und auf unserer Fahrt zum ersten Übernachtungsplatz bei Vikos begegneten wir nur wenigen Autos. Bereits auf dieser kurzen Fahrt ging es durch griechische Dörfer, deren enge Gassen schon fast unseren Frosch umarmten. Unser erstes Ziel war der im Norden Griechenlands gelegene Vikos-Aoos Nationalpark. Die Vikos-Schlucht wurde 1997 in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen, weil das Verhältnis zwischen der grössten Tiefe (900m) und der geringsten Breite (1100m) am grössten ist. Fast senkrecht fallen die Kanten des Kalkgebirges ab und tief unten in der Schlucht fliesst der Fluss Aoos. Wir liessen es uns nicht nehmen und wanderten vom Dorf Vikos hinab in die Schlucht bis zum Aoos Fluss und dem dort gelegenen Kloster. Die Schlucht erstreckt sich von Vikos bzw. Papigo im Norden bis nach Monodendri im Süden. Nach unserer Wanderung kamen wir ins Gespräch mit einer Einheimischen und sie riet uns auch das nahegelegene Dorf Papigo zu besuchen. Die von Vikos aus ersichtlichen Serpentinen auf dem Weg nach Papigo reizten uns sehr, diese mit unserem wendigen Frosch zu fahren. So ging es um diverse Kurven in das kleine Dorf. Die Aussicht auf die Berge (teilweise 2500m hoch) und die entsprechende Schlucht und Täler war atemberaubend. Unser nächster Stopp war die Ortschaft Monodendri, die ein wenig grösser und touristischer war als die bisherigen Dörfer. Wir fanden uns erneut in einer Schneelandschaft wieder und der Weg zum Aussichtspunkt sowie die kleinen Gassen im Ort waren grösstenteils schneebedeckt. Nebst der Schlucht besuchten wir auch den versteinerten Wald – eine weitere Sehenswürdigkeit im Park.




Nach dem Besuch des Nationalparks fuhren wir in die Stadt Ioannina, die Hauptstadt der Region Epirus die am Pamvotida See liegt. Beissender Wind fegte über den See und durch die Gassen und so wurde der gemütliche Kaffeestopp auf der Terrasse zur Schlotterpartie. In Ioannina befindet sich der Familienbetrieb Kolionasios Baklava Gold, der seine Baklavas in die ganze Welt exportiert. Auch wir standen im Verkaufsladen vor der Qual der Wahl aus über 50 Sorten frisch gemachten Baklava und deckten uns mit feinen Desserts ein. Was uns in Ioannina sofort aufgefallen war, waren die vielen Leute, die auch für den Spaziergang draussen am See eine Maske trugen. Wir erkundigten uns bei Einheimischen und erfuhren, dass das Tragen der Maske weiterhin in allen öffentlichen Bereichen Vorschrift ist und der Eintritt in Geschäfte oder Restaurants nur nach Vorweisen des Zertifikats möglich ist.


Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns von Ioannina landeinwärts zu den Meteoraklöstern zu fahren und erst später wieder westwärts an die Küste. Bereits bei der Anfahrt erspähten wir die einmaligen Felsformationen von Weitem. Bei Kalambaka thronen die Felstürme mit ihren jeweiligen Klöstern rund 500m in die Höhe und gelten als UNESCO Weltkulturerbe. Von den ursprünglich 24 Klöster sind aktuell noch 6 bewohnt. Der Name Meteora bedeutet: in der Luft schwebend und ist aus dem Altgriechischen abgeleitet. Wir besuchten das Megalo Meteoro Kloster und genossen die aussichtsreiche Fahrt auf dem Weg zu den anderen Klöster. Die Klöster dienten in der Vergangenheit auch als Filmkulisse – so bspw. für James Bond, Indiana Jones oder Tim und Struppi.



Während des Besuchs in Meteora kamen wir mit einem der Tourbusfahrer ins Gespräch und er verriet uns eine Rundtour, die anscheinend die Schweiz Griechenlands widerspiegeln soll. Wir nahmen seine Tipps in unsere weitere Reiseplanung auf und schon am nächsten Tag erkundeten wir weitab der gängigen Touristenströme weitere schöne Ecken Griechenlands. Landschaftlich ähnelte die Tour schon ein wenig der Schweiz. Obwohl offroad fahren inkl. Absägen von tiefhängenden Ästen und Wegräumen von Felsbrocken wohl nicht zu den gängigen Aufgaben in der Schweiz dazugehören ;-). So kam Stefan endlich auf sein Offroadabenteuer mit dem Frosch – statt in Albanien dann unerwarteterweise in Griechenland.


Auf dem Weg zurück ans Ionische Meer übernachteten wir am ambrakischen Golf, den wir am Folgetag noch weiter umfuhren. Delfine und Wasserschildkröten haben wir leider nicht gesehen aber dafür viele verschiedene Vogelarten.
Über einen Damm ist die Insel Lefkada mit dem Festland verbunden. Die 35km lange und 15km breite Insel bietet wunderschöne Strände aber auch ein Gebirgsmassiv von über 1000m Höhe. Auf dem Weg zum Leuchtturm im Süden stoppten wir bei einem Wasserfall, welcher aktuell mehr Wasser führte als üblich. Unsere Balancefähigkeit wurde daher beim Überqueren des Baches auf dem Weg zum Wasserfall auf die Probe gestellt. Weiter ging die Fahrt durch enge Strassen und vorbei an unzähligen Zitronenbäumen.


Unseren ersten Übernachtungsplatz fanden wir ganz in der Nähe des Leuchtturms im Süden der Insel. Hoch über dem Meer genossen wir die Aussicht und eine ruhige Nacht bevor wir uns am nächsten Tag zum schönsten Strand Griechenlands aufmachten. Als wir in Porto Katsiki ankamen waren wir die einzigen Besucher und konnten unseren Augen kaum trauen. Den Anblick des weissen Kieselstrandes mit dem türkisblauen Wasser und den felsigen Klippen war einfach ein Traum. Die Weiterfahrt wurde kurzerhand gecancelt und wir holten unsere Sportausrüstung aus dem Frosch und genossen ein Workout am Strand. Gegen Abend stiessen noch weitere Reisende zu uns und wir tauschten Reisetipps und -erfahrungen aus. Am nächsten Tag konnten wir uns noch nicht dazu bewegen diesen wunderbaren Ort zu verlassen. Wir verbrachten einen weiteren Tag mit unglaublicher Aussicht während wir in unserer Reiselektüre schmöckerten.



Unsere bisherigen Eindrücke von Griechenland: Autobahnen so leer wie an einem autofreien Sonntag, Strassen wieder mehrheitlich EU-Konform (inkl. Leitplanken), Gemütlichkeit geht vor, überall laufen die Vorbereitungen für die Sommersaison, weiss und blau prägen das Ortsbild.

Unsere bisherige Reiseroute

Tolle Berichte und prima angeteasert für unsere Frühlingsferien bei den Griechen 😊. Geniesst es und machets guet
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Vielen Dank für die Berichterstattung. Nun habt ihr schon Griechenland erreicht und sogar der Frosch und natürlich Stefan haben ihre Offroadtauglichkeit bewiesen. Supi 😉
Liebe Grüsseaus der kalten Schweiz Judith und Heinz
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Wunderschön und sehr interessant zum läse
Zauberhaft das Meer und de schöni Strand 🏖 😎
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Wir lesen deine Berichte sehr gerne. Wunderschöne Fotos und fantastische Übernachtungsplatze.Genießen Sie all das Schöne
Liebe Grüße Hans und Margreth
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Vielen Dank für den Bericht – ich bekomme grad unheimliches Fernweh…
Liebe Grüsse, Heidi
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Weder mol en meega Bricht. Danke vel mol för dä chorz Griecheland Ibleck. Mer si jo gspannt uf Thessaloniki. Ez siter 3 Mönet onterwägs, wahnsinn was der scho alles för tolli Momänte häbd chöne gnüsse.
Gruess Sista / Nädu
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mier wünsche euch aäs cools Oschterweekend mit viele spannende Idrück!! Tolli Reisebrichte, als wär me o grad derbi!!!! Gniessets! Liebi Grüess usem sunnige Interlaken….Thesi u Jörg🐰🐣🌷☀️😎
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interessante Reise welche Ihr zwei angefahren habt. Freue mich über weitere tolle Berichte von einer sicher interessanten Reise. Wünsche Euch eine pannenfreie Fahrt und viel Spass.
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