Anfang April wartete die Hauptstadt Athen auf uns. Von Reisenden haben wir einen praktischen Stellplatz zur Erkundung der Stadt empfohlen bekommen und fuhren diesen direkt an. Während zweier Tage erkundeten wir die bedeutendste Metropole Griechenlands – dies hauptsächlich zu Fuss oder mit der Metro. Am ersten Tag ging es direkt zur Akropolis. Nebst dieser Hauptattraktion besichtigten wir zudem die umliegenden anderen archäologischen Stätten und flanierten durch die Quartiere Plaka und Monastiraki, deren Restaurants köstliches griechisches Essen aber auch internationale Küche anboten. Athen hatte zu dieser Zeit sehr viele internationale Besucher, was für uns zu Beginn gewöhnungsbedürftig war. Seit mehr als zwei Jahren waren wir nicht an einem solch metropolitanen Ort. Am Folgetag liefen wir auf den Lycabettus Hügel, von welchem man einen fantastischen Blick auf die Stadt sowie die Akropolis hat. Weiter führte uns die Stadttour zum Panatheanicstadion, in welchem die ersten olympischen Spiele der Neuzeit abgehalten wurden, sowie zur Nationalbibliothek.






Von Athen aus fuhren wir anschliessend nordwärts mit dem Ziel Delphi. Delphi war im antiken Griechenland während einiger Jahrhunderte das religiöse, spirituelle sowie das geografische Zentrum der Welt. Von überall her kamen die Leute um in Delphi Ratschläge vom Orakel zu empfangen. Weiter wurden sowohl sportliche Wettkämpfe als auch musikalische Darbietungen im Stadion sowie auch lyrische Wettbewerbe im Theater durchgeführt. Die Grösse der antiken Stätte, in Mitten der Bergwelt, sowie die Ausstellungsobjekte im dazugehörigen Museum faszinierten uns.









„Falls Du Deinen Blick mal dorthin werfen solltest und sie siehst, wird sie Dich verzaubern Fremder – und solltest Du fragen welche Stadt das ist, man wird ‚Arachova‘ antworten!“ (Georgios Siros)
Genau so wie im obigen Zitat ist es uns ergangen, als wir in Arachova, dem Vorort von Delphi, ankamen. Daher zog es uns auch nicht wirklich weg und wir sind zwei Nächte am wunderbar ruhigen Stellplatz geblieben. Arachova ist ein kleiner Bergort mit tollen Restaurants, Läden und auch mit Skivermietungen (man kann dort sogar Schweizer Stöckli Skis mieten). Unweit des Ortes befindet sich das Skigebiet Parnassos.



Das Skigebiet Parnassos ist eines der grössten in Griechenland und viele Athener fahren im Winter dorthin um sich dem Skivergnügen hinzugeben. Es reizte auch uns und so legten wir Anfang April spontan einen Skitag (den ersten und letzten dieser Wintersaison) ein. Die Tageskarte kostete 30 Euro und die Skimiete 28 Euro. Bei herrlichem Wetter genossen wir die fast leeren Pisten mit Blick auf das Meer sowie den Berg Olymp in der Ferne. Das Skigebiet verfügt über 14 Lifte, die bis auf knapp 2300m führen. Das Après-Ski mussten wir dann allerdings im Frosch einnehmen, da um 15 Uhr alle Anlagen und Restaurants schlossen und – unsere Annahme – das Après-Ski wohl in Arachova stattfindet.





Nach den Bergen zog es uns wieder an die Küste und wir verbrachten einige Tage südlich von Thessaloniki an den Stränden der Orte Leptokana sowie Katerini. Anfang April war an diesen Badeurlaubsdestinationen immer noch Vorsaison und wir konnten jeweils direkt am Meer unseren Frosch parkieren. Wir genossen die ruhigen Tage ohne grosses Sightseeing und lernten einen Schweizer Fahrradreisenden kennen. Die Welt ist klein und die Schweiz noch kleiner… dies realisierten wir beim gemeinsamen Apéro am Strand, als wir feststellten, dass wir gemeinsame Bekannte in Bern haben.


In Thessaloniki standen zwei grosse Wiedersehen an – unsere Familien besuchten uns. Die Vorfreude sowie die Freude beim Wiedersehen war gross und wir genossen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Zunächst bei der Erkundung von Thessaloniki und Umgebung mit Manuelas Familie. Thessaloniki ist die zweitgrösste Stadt von Griechenland und dank einem Tipp eines Carchauffeurs in Athen, fanden wir wiederum einen zentralen und praktischen Übernachtungsplatz mit unserem Frosch. Mit dem Hop-on-hop-off Bus fuhren wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an.






Die drei Finger von Chalkidiki: Kassandra, Sithonia und Athos erkundeten wir gemeinsam mit Stefans Familie. Wir gönnten unserem Frosch eine Pause und durften in den Mietwagen Pandabär (Fiat Panda) und der Sardinenbüchse (Opel Combo) zusteigen.






Die Zeit mit unseren Lieben verflog wie im Flug und nach der Verabschiedung freuten wir uns auf ein Treffen mit einem Schweizer Reisepaar, welches mit einem ähnlichen Gefährt wie wir unterwegs ist. Wir gesellten uns zu ihnen an den traumhaften Karydi Beach. An diesem wunderschönen Ort genossen wir während zweier Tage türkisblaues Wasser, verwinkelte Strände, ruhige Nächte sowie gemeinsame Abendessen. Die Chemie stimmte zwischen uns und so beschlossen wir gemeinsam zum nächsten Strand zu fahren. Die Anfahrt führte uns über eine Offroadstrecke, welche nur mit Allrad und entsprechender Bodenfreiheit machbar war. Der nächste Stellplatz toppte den ersten nochmals – wir hatten unsere eigene Bucht. Genusszeit pur! Lesen, schreiben, Sport treiben, baden, Wasseraktivitäten, Lagerfeuergespräche bis tief in die Nacht etc. Nach zwei Tagen verabschiedeten wir uns um die nächste Reiseetappe wieder zu Zweit in Angriff zu nehmen.




Die nächste Stadt die wir besichtigen wollten war Kavala. Kavala ist eine Handels- und Hafenstadt und bekannt für den zweistöckigen römischen Aquädukt sowie die byzantinische Festung. Bei warmen Temperaturen stiegen wir die steilen Gassen zur Festung hoch und genossen von dort oben einen wunderbaren Überblick über die Stadt. Durch das Fernrohr auf dem Festungsturm war sogar ein kurzer Check vom Frosch auf dem Stadtparkplatz möglich.



Beim Rundumcheck am nächsten Tag und der Überprüfung des Reifendrucks stellten wir fest, dass wir einen Nagel eingefahren hatten. Glücklicherweise war der nächste Reifenspezialist nicht weit und somit unser Reifen innert Kürze durch den Spezialisten geflickt. Dabei konnten wir uns noch ein paar Kniffs vom Profi abgucken.
Wir planten Alexandroupolis als Stopp vor dem Grenzübertritt in die Türkei ein, hauptsächlich um administrative Arbeiten zu erledigen und einen Grosswaschtag einzuplanen, da es anscheinend in der Türkei keine Selfservice Wäschereien gibt. Wir staunten nicht schlecht, als plötzlich unsere Schweizer Reisegefährten nur unweit vom Frosch entfernt mit ihrem Reisemobil standen. Bei einem Gläschen Wein beschlossen wir am Folgetag gemeinsam in die Türkei einzureisen.
Nach fast zwei Monaten in Griechenland zieht es uns nun weiter in die Türkei. Griechenland bleibt uns als Land mit vielen schönen Ecken, endlosen unverbauten Stränden (ein Paradies für Freisteher) und feinem griechischen Essen sowie dem Freddo Espresso in guter Erinnerung.
Unsere weiteren Eindrücke von Griechenland: viele rothaarige Frauen, viele alte Autos, da davon die Steuerbelastung abhängig ist, grosse Weiten und breite Strasse – ausser man kommt in ein Dorf – dort wirds immer eng, gerine Bevölkerungsdichte

Unsere bisherige Reiseroute

Isch wiederemol en sehr interessanter bricht gsi zum läse.Fantastisch was Ihr alles gsänd , ganz toll. 🤗🏖☀️
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Ihr seht genau so aus wie ich mir Touristen-Skifahrer vorstelle 😂
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Immer wieder sehr Interessant eure Berichte zu lesen , 🥰krass wie die Zeit vergeht, ist schon über einen Monat her als wir euch Besuchen durften .
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