Saudi Arabien – der Norden

Nach wunderschönen Festtagen in der Schweiz mit Familie und Freunden reisten wir Mitte Januar zurück nach Riad um unsere Reise fortzusetzen. Als wir unser Fahrzeug abholten, mussten wir leider feststellen, dass diverse Arbeiten nicht oder nicht vollständig ausgeführt wurden. Zudem kamen wir am Tiefpunkt unserer Reise an, denn die Lithiumbatterien unserer Wohnkabine waren tiefenentladen. Bisher waren wir glücklicherweise vor Pannen oder grösseren Problemen verschont worden, aber was wir nun vorfanden war eine Katastrophe. Eine mögliche Rettung der Batterien war nur unter Einhaltung einer gewissen Art und Weise der Aufladung möglich. Wir versuchten in Riad, mit all unseren Kontakten, die notwendigen Ladegeräte aufzutreiben, doch dies erwies sich als unlösbare Aufgabe. So hatten wir zwar unseren Frosch wieder, konnten aber die Wohnkabine nur zum schlafen nutzen, da keine Elektrizität vorhanden war – und alles in der Kabine mit Strom betrieben wird. Ein lokaler Campinganbieter bot uns Hilfe an, doch beim Versuch der Reparierung verschlimmerte sich unser Problem noch mehr. Wir buchten uns ein Hotel und suchten nach Lösungsmöglichkeiten. Schliesslich entschlossen wir uns günstige Gelbatterien einzubauen, damit zumindest die Basisinstallationen wie Wasser, Licht etc. in der Wohnkabine wieder funktionieren würden. Glücklicherweise wurden wir fündig und konnten uns nach drei Tagen durchfragen, telefonieren und anfahren diverser Batterie- und Offroadanbieter in Riad an die Installation machen. Dabei diente der IKEA Parkplatz als unser Basecamp – wir konnten uns beim schwedischen Möbelhaus verpflegen, konnten das Internet nutzen, unsere Laptops und Handys mit Strom aufladen und bei den beiden Baumärkten nebenan bekamen wir notwendige Schrauben etc. Nach einem ganzen Tag Arbeit waren die beiden neuen Batterien eingebaut und die ersten Tests liefen. Stefans Wissen und sein Können aufgrund seiner Elektroniker-Lehre waren unsere Rettung bei dieser Installation. Wir waren sehr glücklich darüber dass unsere Wohnkabine wieder zum Leben erweckt werden konnte und auch stolz auf unsere gemeinsame Leistung. So verbrachten wir schliesslich die erste Woche nach Ankunft in Riad mit der Verarbeitung der Situation, der Suche nach einer Problemlösung und schliesslich deren Umsetzung.

Endlich ging es dann nach einer Woche raus aus der Hauptstadt Richtung Norden und wir tasteten uns langsam an den veränderten Frosch und die neuen Reisebedingungen an. Mit den neuen Batterien ist der Betrieb des Induktionskochfeldes nicht mehr möglich, dadurch kochen wir nun mit einem mobilen Gaskocher.

Buraida war unser nächstes Ziel, eine Stadt nördlich von Riad. Auf dem Weg dorthin wurden wir Zeugen, wie sich die Einheimischen nach Regenfällen amüsierten. An den Ufern der sich gebildeten Seen fanden sich die Leute zum Picknick und Beisammen sein ein. Zunächst glaubten wir, es fände ein Festival oder Ähnliches statt, aber die Leute frönten nur dem Picknick am Ufer des Wassers, an dem sich auch diverse Foodtrucks einfanden. Unser Ziel war der Al Musawkaf Markt. Dieser Markt befindet sich in einem offenen Hof, mit Wasserstelle und Palmen und in rund 50 Läden wurden verschiedene Waren verkauft. Als wir eintrafen, kamen wir rasch ins Gespräch mit Einheimischen, die uns mitteilten, dass die Ankunft eines Prinzen heute Abend hier erwartet würde. Aus diesem Grund fanden auch Tanz- sowie Gesangsaufführungen statt. Wir liessen das Treiben und die Klänge auf uns wirken, verliessen aber nach einigen Stunden den Markt – der Prinz hatte sich bis dahin noch nicht blicken lassen.

Wir fuhren anschliessend weiter Richtung Norden in die Stadt Ha’il – respektive dessen Umgebung. Ha’il befindet sich am südlichen Rand der Nefud Wüste und gilt als beliebter Ort auf der Pilgerreise von Bagdad nach Mekka. Auch internationale Events finden in dieser Region statt, bspw. eine Wüstenralley. In Ha’il selbst gab es nicht so viele Sehenswürdigkeiten, aber ein wenig nördlich der Stadt lag Jubbah. In diesem kleinen Ort, der komplett von Wüste umgeben ist, befinden sich wichtige Felsmalereien, die als UNESCO Welterbestätte gelistet sind. Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz beim Visitor Center erkundeten wir zwischen asiatischen Reisegruppen die Stätte. Die vielen Petroglyphen zeigen die Entwicklung und Ansiedlung der Menschen. So waren auf den frühesten Abbildungen einfach Tiere wie bspw. ein Steinbock zu sehen und bei späteren Steinmalereien ein Pferd welches einen Wagen zog. Die Veränderung der Lebensweise der Menschen und die Wichtigkeit der Tiere ist sehr gut anhand der Felsmalereien erkennbar.

Wir hatten gelesen, dass es im Ort noch ein kleines, privat betriebenes Museum gab, das definitiv einen Besuch Wert sei. Obwohl wir kurz vor der Mittagspause dort ankamen, wurden wir herzlich Willkommen geheissen und mit frischem arabischen Kaffee, Tee, Datteln und Früchten verwöhnt. Der Eigentümer des Nasser Al Thwini Museums sprach fast kein Englisch und so fand die Kommunikation hauptsächlich via Übersetzungsapp statt. In seinem kleinen Museum war alles zu finden – von alten Tongefässen, Geld diverser Länder, über Malhefte für Kinder bis hin zu Handys aus der Anfangszeit und Videokassetten.

In Saudi Arabien gibt es Vulkanfelder in der Grösse von 90’000 km2 – also mehr als doppelt so gross als die Fläche der Schweiz. Nahe der Stadt Medina liegt ein grosses Vulkangebiet von Saudi Arabien – Harrat Khaybar. In diesem Gebiet befinden sich mehrere Hundert erloschene Vulkane – die wohl bekanntesten sind der Schwarze Vulkan sowie der Weisse Vulkan. Bei unserer Ankunft lagen sowohl Nebel als auch Regenwolken über der Gegend und die Zufahrt zu den Vulkanen wurde uns vom Ranger nicht erlaubt. Nach einer ruhigen Nacht unweit davon starteten wir am Folgetag einen neuen Versuch. Der Nebel hatte sich noch nicht ganz aus dem Gebiet verzogen, aber es gab keinen Niederschlag mehr und so machten wir uns auf den Weg. Über Lavafelder marschierten wir in Richtung Gipfel des Schwarzen Vulkanes. Es war sehr interessant zu sehen, wie sich die versteinerte Lava veränderte, je nachdem wie weit weg man sich vom Krater befand. Es gab sowohl sehr scharfes Gestein als auch Lavatunnels und dann auch wieder Ablagerungen, die eher wie eine sanfte Decke aussahen. Als wir den Krater erreicht hatten, zeigte sich allmählich die Sonne und legte den Blick über die tolle Gegend frei.

Als wir wieder beim Frosch ankamen, nahmen wir die Strecke in Richtung Weisser Vulkan unter die Räder. Die Route führte zunächst auf Sand entlang des schwarzen Lavafeldes. Anschliessend musste das Lavafeld durchquert werden, wobei wir die scharfen Lavasteine, die sich unseren Reifen in den Weg stellten, gut im Auge behalten mussten. Die Route wurde immer schroffer aber der Anblick des Weissen Vulkans entschädigte für die Mühen der Anfahrt. Wir verbrachten eine ruhige und kühle Nacht beim Lavafeld bevor wir am Folgetag aus der Lavagegend hinaus weiter nordwärts fuhren.

Der gespaltene Steinfelsen – Al Naslaa Rock – liegt etwa 10 Kilometer von der Hauptstrasse entfernt. Die Strecke dorthin führt durch Softsand der manchmal durch felsige Plateaus unterbrochen wird. Nach dem Ablassen des Luftdrucks aus unseren Reifen waren wir bereit für die Strecke. Schaukelnd ging es durch die Wüste – die Orientierung fand mit der Satellitenkarte statt. Wir erreichten den Felsen am Abend und hatten das Glück, alleine vor Ort zu sein. In etwa 10 Minuten Gehdistanz befand sich der Baby Elephant Rock. Wir durften eine ruhige Nacht unter Sternenhimmel an diesem magischen Ort verbringen.

Als nächste Destination war Al Ula geplant und wir freuten uns sehr, die vielseitigen Sehenswürdigkeiten besuchen zu können. Auf dem Weg dorthin trafen wir unseren Omanischen Freund und offerierten der Motorradreisegruppe aus dem Oman Verpflegung aus dem Frosch-Foodtruck.

Treffen mit omanischer Motorradgruppe

Die Gegend um Al Ula gehört zu den am meisten touristisch entwickelten Regionen in Saudi Arabien. Sie ist reich an Geschichte, da die Stadt Al Ula eine der ältesten Städte auf der arabischen Halbinsel ist. Die Stadt lag an wichtigen Handelsrouten und sie war die Hauptstadt der Lihyaniten (Dedaniten). Zu den verschiedenen Attraktionen gehören: Eine riesige Felsformation in Form eines Elefanten, die Felsengräber und antiken Stätten der Nabatäer, das grösste Spiegelgebäude der Welt etc. Als wir in Al Ula einfuhren, fielen uns sofort die vielen Sicherheits- und Polizeipatrouillen auf sowie die Hinweisschilder, dass es bei Littering eine Busse gibt (solche Schilder hatten wir bisher noch nie in Saudi Arabien gesehen). Von anderen Reisenden hatten wir erfahren, dass die Zufahrt zum grössten Spiegelgebäude der Welt eingeschränkt ist und man nicht ohne weiteres dorthin fahren kann. Das grösste Spiegelgebäude ist ein Konzertsaal mit einem Restaurant auf der Dachterrasse. Wir reservierten einen Tisch im Restaurant und die Zufahrt zu Maraya – dem Spiegelgebäude war kein Problem mehr. Das Spiegelgebäude fügt sich perfekt in seine Umgebung ein und wir mussten teilweise zweimal schauen ob wir nun das Spiegelgebäude betrachteten oder die richtigen Berge. Am Abend zuvor gab Andrea Bocelli ein Konzert in dieser Halle und wir erfuhren von einer Angestellten, dass dieses sehr gut besucht war. Weiter erzählte sie uns, dass die Saison in diesem Gebäude ziemlich kurz ist, denn im Sommer werde es aufgrund der Spiegel so heiss im Gebäude, dass keine Konzerte stattfinden können und auch das Restaurant nicht in Betrieb ist. Über 1000 Arbeiter errichteten das Gebäude in weniger als drei Monaten. Natürlich brauchten wir ein Foto mit dem Frosch vor Maraya!

Am nächsten Tag hatten wir eine Tour zur Stätte Hegra – Mada’in Salih gebucht. Touristenbusse brachten uns vom Parking zur etwa 30 Minuten entfernten Stätte. Dort können die diversen Felsengräber wie auch Canyons mit grossen Höhlen, die früher als Treffpunkte genutzt wurden, bestaunt werden. Seit 2008 ist diese Stätte UNESCO geschützt – als Erste in Saudi Arabien. Das Erstaunliche daran war, dass diese Stätte den Einwohnern zwar bekannt war aber die Ausgrabungen und der Schutz und die Erforschung dieser Stätten erst wenige Jahre zurück liegt. Eine Führerin hatte uns erzählt, dass sie früher jeweils mit ihren Familien zum gemeinsamen Picknick zu diesen Gräbern gefahren seien, so als sei es das Normalste der Welt.

Nach der rund vier stündigen Tour durch Hegra fuhren wir zum Harrat Viewpoint, von dem aus wir einen fantastischen Blick über die Oasenstadt Al Ula hatten. Die Strasse führte steil bergauf, auf über 1000 Meter über Meer und zu einem Restaurant. Wir genossen den Ausblick und einen Snack bevor wir uns wieder ins Tal begaben.

Der Elephant Rock ist eine sehr bekannte Felsformation in Al Ula. Als wir dort ankamen, mussten wir feststellen, dass die Stätte aufgrund der exklusiven Nutzung durch die Saudi Tour geschlossen war. Die Saudi Tour ist ein internationales Radrennen, das am Folgetag in Al Ula startete. Glücklicherweise war die dahinterliegende Wüstengegend nicht abgesperrt, wodurch wir einen Schlafplatz sowie auch einen Platz in der zweiten Reihe für die Licht – und Drohnenshow der Eröffnungszeremonie beim Elephant Rock bekamen.

Am Folgetag stand eine weitere geführte Tour in Al Ula an. Wir hatten den Besuch von Dadan sowie Jabal Ikmah – oder auch Open Library genannt – gebucht. Die Stadt Dadan war nur unweit von Hegra gelegen und bei den Ausgrabungen wurden vermehrt religiöse Strukturen gefunden, darunter ein riesiger Tempel. Leider sahen wir auf der Führung nicht sehr viel von Nahem, da der Zutritt aus Sicherheitsgründen (Treppengeländer waren noch nicht installiert) untersagt war oder da diverse Fundstücke nicht mehr vor Ort waren, da diese für die weitere Untersuchungen nach Paris transportiert wurden. Wir erfuhren während der Führung, dass Ausgrabungen immer noch unternommen werden und erst kürzlich im Felsen gegenüber ein weiterer Tempel entdeckt wurde.

Der Jabal Ikmah ist ein kleiner Canyon mit diversen Steininschriften. Diese stammen sowohl von den Völkern, die in dieser Gegend gelebt hatten als auch von Handelsleuten, die auf der Durchreise waren und Inschriften hinterliessen. Im Nachgang an die Führung konnten wir das Steinmeisseln selbst ausprobieren.

Nach knapp einer Stunde Fahrt von Al Ula Richtung Norden, erreichten wir den Rainbow Arch. Dieser Felsbogen ist sehr bekannt und die Anfahrt einfach möglich, denn die Sternenbeobachtungstouren von Al Ula fahren hierhin. Als wir ankamen, hatten wir diese Sehenswürdigkeit rund eine Stunde für uns alleine bevor andere Touristen sich den Felsbogen ebenfalls anschauen wollten. Wir nutzten die Gelegenheit um unseren Frosch in Szene zu setzen.

Unser nächster Stop auf der Reise durch Saudi Arabien war das Wadi Disah, das uns schlichtweg umgehauen hat! Diese Schönheit und Ursprünglichkeit der Natur dieses Wadi, das man mit einem 4×4 Wagen und hoher Bodenfreiheit durchqueren kann, ist absolut einmalig. Zunächst galt es eine etwas grössere Wasserpassage zu durchqueren, bevor der Weg zwischen Palmen, vorbei an imposanten Bergflanken und dann schliesslich weiter durch dicht gewachsenes Schilf führte. Auf halbem Weg trafen wir eine Gruppe junger saudischer Männer, die gemeinsam Kurzferien machten. Wir wurden spontan zum Frühstück eingeladen und kurz darauf gesellte sich auch noch ein junges Pärchen aus Österreich, die ebenfalls mit dem LKW das Wadi erkundeten, zu uns. Wir wurden mit saudischem Kaffee, Tee sowie vielen verschiedenen Frühstückshäppchen verwöhnt und zum Schluss mit einem typischen Beduinenwintermantel beschenkt. Unsere Weiterfahrt durch das Wadi endete schliesslich mit einem Rencontre mit Kamelen und deren Jungtiere.

Nach dem wunderbaren Wadi Disah führte unser Weg nach Tabuk. In der Stadt galt es Diverses zu erledigen, weshalb das Sightseeing ein wenig zu kurz kam. Unten einige Eindrücke des Stadtlebens.

Von den österreichischen Reisenden haben wir den Tipp der Hisma Wüste erhalten. Wir bereiteten unseren Frosch auf die Fahrt im Softsand vor indem wir den Reifendruck auf rund 1.5 bis 2 Bar reduzierten. So schaukelten wir wie auf einem Schiff über den Sand der Hisma Wüste und erkundeten die Gegend. Nach einem kleinen Felsbogen, machten wir uns auf den Weg zum Secret Garden. Durch einen schmalen Canyon gelangten wir in einen grösseren Bereich, der bei Kletterern sehr beliebt ist. Als wir weitergingen, wurde schliesslich der Canyon so eng, dass selbst wir nur noch seitwärts vorankamen. Wir fanden uns in einer einmaligen Landschaft wieder, die noch unberührt war und in der es hinter jeder Ecke etwas zu entdecken gab.

Nach der zweiten Übernachtung in der Hisma Wüste kamen wir in eine eher steinige Gegend und fanden einen riesigen Felsbogen. Zu unserem Erstaunen waren immer wieder Steine mit Farbe markiert, die einem den Weg hinauf zum Felsbogen leiteten.

Nach der Durchquerung der Hisma Wüste von Süden nach Norden wollten wir zu einem weiteren Felsbogen fahren. Wir überquerten die Strasse 394 und erwarteten wiederum eine Zufahrt auf Sand. Zu unserem Erstaunen führte eine geteerte Strasse bis nahezu zum Felsbogen. Nach diesen Passagen waren wir schon ein eingespieltes Team beim Verringern bzw. Erhöhen des Reifendrucks. Der Felsbogen bot ein tolles Fotomotiv – fast wie ein Bilderrahmen mit Hintergrund für unseren Frosch.

Der Jabal Lawz ist knapp 2600 Meter hoch und liegt nur rund 50km vom Golf von Akaba entfernt. Von anderen Reisenden haben wir erfahren, dass an diesem Berg im Jahre 2029 die asiatischen Winterspiele ausgetragen werden sollen und aus diesem Grund ein Skigebiet gebaut würde. Wir nahmen die steile und kurvenreiche Strecke unter die Räder. Leider wurde uns vom freundlichen Wachposten mitgeteilt, dass aufgrund eines Projekts die Zufahrt nur für Berechtigte erlaubt sei. Unsere Recherchen haben ergeben, dass das Projekt Trojena heisst und ebenfalls zum Grossprojekt NEOM gehört. Die Saudis errichten ein Skigebiet, dessen Kunstschnee zu 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt werden soll. Für uns immer noch surreal, dass zukünftig Skiferien in Saudi Arabien möglich sein sollen.

Grosse Teile der saudischen Landzunge am Golf von Akaba sind aufgrund des NEOM Projekts gesperrt und aktuell nicht zugänglich. Das wohl bekannteste Vorhaben dieses Projekts ist: The Line, ein 170km langes Gebäude, das eine zivilisatorische Revolution darstellen soll.

The Line – 170km langes Gebäude, aktuell im Bau. Fotocredit: gulfbusiness.com

Unser Ziel in dieser Region war aber das Georgios Schiffswrack, das 1978 gesunken war. Direkt am Strand war unser Stellplatz mit Sicht auf das Wrack.

Nach rund zwei Monaten verlassen wir Saudi Arabien in Richtung Jordanien. Das Land Saudi Arabien bietet weit mehr als nur Wüste und die neue Strategie des Königshauses (Vision 2030) bringt aus unserem Empfinden einen Ruck durch das Land, wobei viel in die Infrastruktur investiert wird. Wir hatten teilweise den Eindruck, das gesamte Land wird in den tausenden von Baustellen umgegraben. Es war sehr spannend zu den ersten Overlandern zu gehören, die dieses Land bereisen und die ersten Umbrüche und Entwicklungen sehen. Im ersten Monat hatten wir teilweise auch schwierigere Begegnungen während sich der zweite Reisemonat mit durchwegs positiven Erfahrungen mit Einheimischen und landschaftlichen Highlights in unser Gedächtnis brannten. Leider hat Saudi Arabien ein sehr grosses Abfallproblem und wir hoffen, dass das Land auch in diesem Aspekt Fortschritte machen wird. Die meisten Regionen sind touristisch bisher nur wenig bis gar nicht erschlossen. Mit der Vision 2030 soll sich dies stark ändern. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Land weiter entwickelt. Grundsätzlich ist Saudi Arabien ein sicheres Reiseland das durch seine Gastfreundschaft (auf arabisch Hafawah: basiert auf Kompetenz, Grosszügigkeit und Sorgfalt) punktet und wohin wir sehr gerne zurückkehren werden.

Unsere weiteren Eindrücke: Saudis entdecken erst jetzt langsam die Schätze ihres Landes, ursprüngliche Landschaften aufgrund der wenig touristischen Entwicklung, einzigartige und absolut einmalige landschaftliche Highlights, viele Baustellen u.a. aufgrund des NEOM Projekts, im Norden wird die Vision 2030 sichtbar und somit auch für die Bevölkerung greifbar.

Unsere Route in Saudi Arabien

Unsere bisherige Reiseroute

4 Kommentare zu „Saudi Arabien – der Norden

  1. Meeegcool was ihr da alles seht, erlebt und auch durchsteht. Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Schönes und Erlebnisreiches! Und danke, dass ihr das teilt. So kann ich selbst einwenig davon miterleben und lernen. 🤗🥰👍🏼 Bärbel

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  2. Isch immerwieder schön die tolle Photos aluege und die interessante Bricht zläse.
    Sehr idrücklich die Felse und au das Grün in Saudi Arabien isch en schöni Landschaft.
    Wieterhin en Gueti Fahrt mit em Frosch 🚛 und mitem Maskottchen. 🐸
    Liebi grüess us Merlischache

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  3. So idröcklechi Felsenformen un dweme dr Frosch dervor gseht miösse die riesig si, Unvorstellbar. Schön chöi mir das aus mit eune Föteli und Brichte miterläbe.
    Es hätt sogar Kawa-Kürfli 😉

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